| VAN MOBIL |
Heft 7/2001 |
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Test: Väth V17 (A170 CDI Automatik)
... Die Optik signalisiert Kraft. Und die ist auch da, angeliefert vom oberbayerischen Motorelektronik-Spezialitsen H&S. Unsichtbar wirkt sie allerdings, unter der Haube: 119 Pferde sind es, die da lauern. Klar sind sie ungeduldig, warten auf Futter. Und darauf, dass ihr Jockey die Zügel freigibt.
... lassen wir die Pferde vom Zügel. Die hat Väth - seit über über 20 Jahren ausgewiesener Spezialist in Sachen mechanischer Instandsetzung von Mercedes-Motoren - bei ebenso ausgewiesenen Experten für Motorelektronik züchten lassen: der H&S GmbH von Günther Häusler und Thomas Scholz in Starnberg. Die beiden ehemals bei BMW beheimateten Herren sind emsig in Sachen "Chip-Tuning", das sie als seriöses, ernst zu nehmendes Geschäft betreiben - im Gegensatz zu manch schwarzen Kleinanzeigen-Schafen der Branche, die mit ihrer mobilen Laptop-Werkstatt so gerne auf den Autobahnparkplätzen dieser Republik operieren. "Nein, motorelektronische Bearbeitung zur Leistungssteigerung und Drehmomentoptimierung, das geht nicht einfach mal so eben auf Tastendruck" sagen sie. "Und auch nicht allein auf dem Rollenprüfstand." Leistungsdaten und -charakteristik müssen individuell auf das Fahrzeug abgestimmt werden, so das H&S-Team. Die Programmierung des Chips ist also eine komplexe Arbeit, die nur mit Hilfe eines präzisen Messinstrumentariums zum gewünschten Ergebnis führen kann. Eine gezielte Chip-Genmanipulation sozusagen.
Die steigert im Falle des Väth V17 die Kraft der 90 Serienpferde auf das Temperament von 119 Vollblut-Arabern, die ihre Hufe mit einem satten Drehmoment von 228 Newtonmeter ab 1600 Umdrehungen schwingen. Sie verleihen dem Väth jene virtuellen Flügel, die er als Wahlspruch auf seinen Schwellern propagiert. ..."
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